Verhaltenstraining für Führungskräfte – Authentisches Führen!

Welche Vorteile bieten Verhaltensplanspiele gegenüber Rollenspielen?

Welche Vorteile bieten Verhaltensplanspiele gegenüber Rollenspielen?

Im Alltag hat das Verhalten in einer bestimmten Gesprächssituation Konsequenzen, die normalerweise über die Gesprächssituation hinaus wirken. Wenn zum Beispiel eine Führungskraft ein Kritikgespräch führt, das vom Mitarbeiter als „destruktiv“, „autoritär“ oder „nicht wertschätzend“ empfunden wird, dann ist es wahrscheinlich, dass bei dem Mitarbeiter Emotionen ausgelöst werden, die über das aktuelle Kritikgespräch hinaus Auswirkungen auf sein Verhalten haben. Wenn bei der Delegation einer Aufgabe eine wichtige Information nicht richtig verstanden oder anders interpretiert wird, wird sich das in irgendeiner Form bei der Aufgabenerledigung auswirken.

Beim klassischen Training mit Rollenspielen können solche längerfristigen Wirkungen allenfalls hypothetisch erörtert werden, sie werden in ihrer Konsequenz nicht wirklich erlebt. Im Verhaltensplanspiel dagegen werden die Trainingsteilnehmer mit den Folgewirkungen ihres gezeigten Verhaltens konfrontiert, sowohl zeitlich verzögert als auch in ganz anderen Situationen mit anderen beteiligten Personen.

Die Führungskraft erlebt unmittelbar, wie sich die vom Mitarbeiter im Kritikgespräch erlebte Frustration auf seine Leistung auswirkt. Sie erlebt, welche Konsequenzen das „Aneinander-vorbei-Reden“ bei der Aufgabendelegation auf die Qualität der Aufgabenerledigung hat. Sie erhält dazu Rückmeldungen von den unmittelbar betroffenen Teilnehmern im Verhaltensplanspiel, von den Trainern, und sie kann ihr Verhalten und die ganze Prozesskette der Folgewirkungen ihres Verhaltens in Videoaufzeichnungen nachvollziehen.

Diese Nachvollziehbarkeit gilt für jeden einzelnen Verhaltensaspekt, natürlich auch für Verhaltensweisen, die positive Konsequenzen haben. Damit sind besondere „AHA-Effekte“ und ungewöhnlich intensive, emotional gestützte Lernerfahrungen garantiert.

Wie sieht ein Verhaltensplanspiel aus?

Im Verhaltensplanspiel bilden die Teilnehmer eine Organisation, die ihrer Situation am Arbeitsplatz nachempfunden ist, zum Beispiel einen Produktionsbereich eines Unternehmens, eine Organisationseinheit in einem Dienstleistungsunternehmen oder Ähnliches. In dieser Organisation gibt es mindestens zwei Hierarchie-Ebenen. Jeder Teilnehmer erhält einen Postkorb mit Informationen und Aufgaben, die erledigt werden müssen.

Die Organisation, und damit die beteiligten Führungskräfte und ihre Mitarbeiter, werden am Ende am erzielten Sachergebnis gemessen. Außerdem gibt es intensives Feedback zum Führungsverhalten und zur Kommunikation und Zusammenarbeit. Die Kombination der beiden Zielgrößen, nämlich „gutes Ergebnis“ und „von den Partnern positiv erlebtes Verhalten“, machen den besonderen Wert und Reiz eines Verhaltensplanspiels aus.

Zielsetzung des Verhaltensplanspiels „Dynamic Management (Fly)“

Inhaltlich werden die Teilnehmer des Verhaltensplanspiels „Dynamic Fly” im kompletten Führungskreislauf gefordert – von Zielvereinbarungen über Aufgabendelegation, Kontrolle, Anerkennung und Kritik bis hin zur Bearbeitung von Konflikten und der Förderung der abteilungsübergreifenden Zusammenarbeit.

Als Trainer können Sie im Rahmen dieser globalen Ziele natürlich Akzente setzen. Wenn zum Beispiel das Thema „Kommunikation und Zusammenarbeit“ ein Schwerpunkt Ihres Trainings ist, dann können Sie durch entsprechende Gestaltung des Feedbackprozesses diesen Aspekt besonders betonen, zum Beispiel mit der in diesem Trainerleitfaden beschriebenen Feedbackvariante 2 „Feedback in den Abteilungen des Planspielunternehmens“ (siehe S. 19 f.).

Mit etwas Erfahrung in der Durchführung dieses Verhaltensplanspiels werden Sie für sich sehr wahrscheinlich eine Menge von Variationsmöglichkeiten finden, mit denen Sie den Fokus auf besondere Ziele richten können, zum Beispiel durch Hinzufügen weiterer Konfliktpotenziale, Anlässe für Kritik usw.

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